Dr. Goebbel’s Titanic

Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda forderte 1939 von den Filmstudios die Entwicklung antibritischer Stoffe. 1940 legte die Tobis Filmkunst GmbH ein Drehbuch nach dem Roman von Josef Pelz von Felinau vor, das der Autor und Werner Bergold verfasst hatten. Da Propagandaminister Joseph Goebbels umfangreiche Änderungen forderte, stieg Pelz von Felinau aus dem Projekt wieder aus.

1941 legte dann der Erziehungswissenschaftler August Christian Riekel unter dem Pseudonym Harald Bratt ein neues Drehbuch vor, das jedoch von der ursprünglichen Version stark abwich. Für die Regie war Herbert Maisch angekündigt. Dieser lehnte aber ab, da er mit anderen Projekten beschäftigt war. Andere Quellen behaupten, Maisch habe der plumpe Drehbuchentwurf missfallen. Weitere Regisseure lehnten ebenfalls ab, weil sie sich die Darstellung eines Katastrophenfilms unter diesen Vorgaben nicht zutrauten. Am Ende fiel die Entscheidung auf Herbert Selpin. Ausschlaggebend soll dabei gewesen sein, dass Selpin bereits Erfahrungen mit maritimen Filmen hatte. Selpin hielt das Drehbuch von Harald Bratt allerdings für unzureichend und verlangte, seinen Freund Walter Zerlett-Olfenius hinzuzuziehen. Selpin und Zerlett-Olfenius überarbeiteten das Drehbuch erneut. Selpin veranschlagte 87 Drehtage, was selbst heute noch für große Hollywood-Produktionen ein sehr hoher Maßstab ist. Es wurden 4 Millionen Reichsmark (heute ca. 140 Millionen Euro) für die Produktion bereitgestellt.

Download (mp4, 326MB) | Herbert Selpin (Wikipedia) | Über Titanic (Wikipedia)

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