Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Emilie Gourd † 4.Januar 1946 in Genf war eine Schweizer Frauenrechtlerin. Ihr Leben war bestimmt durch den Kampf für die soziale, politische und wirtschaftliche Gleichstellung der Frauen. Stark geprägt von den Idealen der Französischen Revolution wie Gleichheit und Freiheit, investierte die Genferin Emilie Gourd nicht nur ihre Zeit, sondern auch ihr Vermögen in die Frauenbewegung und nannte sich selbst „Feministin von Beruf“. Als Präsidentin zahlreicher Vereine und Organisationen engagierte sie sich vor allem in Genf, aber auch national und international, für die politischen Rechte der Frauen. Sie gründete die Zeitschrift „Le mouvement féministe“ (heute „L’Emilie“), deren Chefredakteurin sie bis zu ihrem Tod blieb. In dieser Funktion sprach sie weitere Gleichstellungsthemen an: zum Beispiel die Notwendigkeit einer Mutterschaftsversicherung, Lohngleichheit oder bessere Bildungschancen für Mädchen und Frauen. Heute ist „L’Emilie“ die älteste noch bestehende feministische Zeitschrift Europas.

Gourd ist kaum 40 Jahre alt, als sie die kantonale Ausstellung zur Frauenarbeit vorbereitet, die dann im Frühling 1925 in Genf stattfindet. Ihr Ziel ist es, „einen Überblick über die Frau im Berufsleben zu geben und den Wert der Frauenarbeit publik zu machen und ihrem Wert entsprechend anerkennen zu lassen“. Frauen mit einer vollständigen universitären Ausbildung, aber ohne Staatsexamen wie Emilie selbst, werden schlechter bezahlt als die Männer, die für dieselbe Arbeit angestellt sind. Auf Grund dieser Tatsache lanciert Emilie den Slogan

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.

Emilie Gourd und ihre welschen feministischen Freundinnen fahren mit einer Riesenschnecke nach Bern, dem Symbol helvetischer Langsamkeit in Sachen Frauenstimmrecht. Im Jahr 1946, als Emilie Gourd starb, wurde im Kanton Genf zum dritten Mal das Stimm- und Wahlrecht für Frauen abgelehnt. Erst 1960 trug ihr lebenslanger Kampf endlich Früchte: Die Genferinnen erhielten zumindest auf kantonaler Ebene ihre vollen politischen Rechte. (Quellen: Wikipedia und Admin.ch)

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