Hot Sonate

Sonate für Altsaxophon und Klavier, “Hot-Sonate”

Bis zur Komposition der Hot-Sonate hatte sich Schulhoff u. a. durch die Veröffentlichung einer Jazz-Schule für Klavier zu einem anerkannten Experten der Richtung entwickelt, so daß der Schott-Verlag in Mainz seine neue Sonate sofort zum Druck annahm.

Ihre Uraufführung erlebte sie in der Funk-Stunde Berlin am 10. 4. 1930 durch Erwin Schulhoff und den Saxophonisten Billy Barton von der Londoner Savoy Orpheans Band.“Im Vergleich mit anderen Jazzkompositionen nimmt das … Werk einen höheren Rang ein. Die Jazzelemente sind in die Strukturen der klassischen Sonatenform integriert, ohne daß die Komposition dadurch ihren Jazzcharakter einbüßte, sie behält ihre Spontaneität und Leichtigkeit…. Typisch sind die Verwendung von Pentatonik, Quart-Quint-Harmonik, Akkordparallelen, Polyrhythmik und eine motorische Begleitung.” (Josef Bek) Der Verzicht auf Tempoangaben für die vier Sätze (es sind nur Metronomzahlen angegeben) erklärt sich aus ihren Tanzcharakteren, die sich nicht mit den üblichen Sätzen einer Sonate decken. Spielanweisungen wie lamentuoso ma molto grottesco und sempre glissando (Saxophon im 3. Satz) verraten ironische Distanz zur klassischen Sonate. Dennoch hat Schulhoff auf Zusammenhang geachtet, indem er das Material aller vier Sätze einheitlich gestaltete und im Finale einen deutlichen Anklang an das Hauptthema des ersten Satzes einbaute.

Download (Notenblatt) | Erwin Schulhoff (Wikipedia) |

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